Algund Meran Südtirol Urlaub Wandern Ferien Naturpark Texelgruppe Blumenthalerhof Berge Erholung Alpen Ferien Unterkunft

Blumenthalerhof Algund bei Meran

Suche

Direkt zum Seiteninhalt

Geschichte

Haus

Lochergut (Eintrag aus dem Algunder Dorfbuch) "Blumenthalerhof"

CN. 1559; Bp. 220, 221 (Wohn- u. Wirtschaftsgebäude), 218 (Mühle) HNr.: 1780: 292 u. 293; 1858: 168; 1909: Vellau 3; heute: ebenso GH: H. Kelleramt zu Meran Anrainer von 1780: 1) Anton Pichlers, Ötzbauers auf Tirol, Güter
2) Joseph KoHers, Stainhubers, und Mathias Götsch, Feigenstauders, "Köstenholz"
3) gemeiner Berg
4) des Pfarrwidums von St. Peter und des Ebenaichers Köstenholz

Geschichte: Am 13. Oktober 1387 gab Os wald Mülser von Chlamme (= Schloß Klamm bei Obsteig) im Oberen Inntal im eigenen und im Namen seines Bruders Christoph an die Gebrüder Albert und Konrad von Gratsch ein Gut zu Zinslehen, welches "in Valsaent" in der Pfarre Algund gelegen, auch selbst "Valsent" genannt wird. Als Anrainer dieses Gutes werden dort einerseits Güter des Pfarrers von Algund und auf der anderen Seite ein Gut, genannt "auf dem Staine", weiters das "Chranspuhel"-Gut (= Kronsbühel in Gratsch-St. Peter) und andererseits das "Ebenaichen"-Gut angeführt (TLA, Urk. 111170).Der hier angegebenen Lage nach handelt es sich bei diesem Valsent-Gut um das heutige Locher-Gut, welche Feststellung auch durch eine spätere Quelle vollauf bestätigt wird (vgl. unten). Allerdings wird für diese Örtlichkeit am unteren Ausgang der Grabbach-Klamm schon 1384 auch die Bezeichnung "in dem Loch" angetroffen (Staats-AB., Brixner Archiv, Cod. 190, p. 5). 1394 begegnet hier ein Konrad, Sohn des Sweiglin "in Valsand" der Pfarre Algund Q. Tarneller, a. a. 0., S. 142). EinJörg Locher, der aus dem "Vilsent"-Gut zinst, wird 1422 genannt (ebenda) bzw. in der Grabbach- Ordnung von 1425 einfach als "Locher" angeführt. In einem Zehent-Verzeichnis von ca. 1480 werden dann ein Acker und Weingarten "zu dem Locher pei dem Haws" erwähnt (Staats- AB., Brixner Archiv, L. 107, n. 13, p. 25). Einem Urbar der Pfarre Algund aus der Zeit des Pfarrers Leonhard Prem (1465- 1503), welches abschriftlich überliefert ist, können wir dann folgende Eintragung entnehmen: "ltem der Lochner zinst alle Jar halben Wein von seinem Guetlein genanndt im Loch und im Pamkhartsguett (!) unnd vier Stär Kesten von baiden Guetlen und vorauß ain Yhrn Wein"(TLMF, W. 3842, fol. 122 v). Das nächstfolgende Urbar der Pfarre Algund von 1497 nennt dann Christoph Locher am "Guett im Loch" (ebenda, fol. 130), welcher im Jahre 1491 gemeinsam mit "Margret seiner Hausfraw" vom Pfarrer von Algund auch das obgenannte Pankartgut zu Valsent zu Lehen erhalten hat (Tarneller). 1518 fungierte derselbe Christoff Locher als Kirchpropst der Algunder Pfarrkirche, und 1548 wird Peter Locher "vom Locherguet ob sanct Cassian" genannt (Tarneller). Die Zehent-Verleihungsurkunde für den Zenzhof von 1553 gibt dann fünf Jahre später Claus Locher als Inhaber des "Locherguettl" an (Staats-AB., Brixner Archiv, L. 107, n. 17, p. 24). 1569saß hier wiederum ein Peter Locher, der damals alsAnrainer einer (alten) Steinhuber- Wiese Erwähnung findet (ebenda, n. 18). Das Zehent-Urbar der Algunder Pfarrkirche von 1595 nennt das Locher-Gut des Simon Locher noch imVerband des Ortsteiles "Dorf" (ebenda, GdA. Algund, Cod. 4, p. 28). Laut des Algunder Dorfbuches s,!ß1658Symon Rempp am Locher- Lehen in "Velau" (ebenda, Cod. 1, S. 127). Auf ihn läßt die Algunder Pfarrkirchpropst-Ordnung von 1674 Peter Staudacher am "Lochergueth" folgen. Im lf. Kelleramts-Urbar von 1741, fol. 864 v, wird mitgeteilt, daß das Locher-Gueth damals dem Joseph Rempp zu eigen war, der es am 9. Jänner 1729 von seinem Vater Jacob Rempp gekauft hatte. Überdies enthält dieses Urbar die wichtige Feststellung, daß "das Locher-Gueth ob sanct Cassian" das "vor alters sogenante Gueth Falsaun" ist, wobei dort irrtümlich "Falsaun" statt "Falsent" geschrieben wurde. Im Steuerkataster von 1780, CN. 1559 wird "Baldhaußer Rempp" als Besitzer des Lochergutes verzeichnet. Laut eines dortigen Nachtrages folgte ihm am Hofe Mathias Rempp. Bald hernach erfolgte hier ein Wechsel der Besitzerfamilie, weshalb im Bauparzellen- Protokoll von 1858 Anton Huber als Locher-Bauer verzeichnet ist. Das Adreßbuch von 1909 nennt hier Josef Kröll, jenes von 1921/22 Josef Unterthurner. Abschließend ist noch zu ergänzen, daß laut des obzitierten Katasters von 1780 und des Protokolls von 1858, Bp. 218, zum Locher-Gut auch eine Mühle mit einem Gang gehörte, die zur Hälfte diesem Gut und zur anderen Hälfte dem Ebenaicher zu eigen war. Seit 1926 ist der Locherhof im Besitz der Familie Haller und es wird auch der Name der um 1900 auf das Haus geschrieben war, Verwendung. Durch die Sonneneinstrahlung im Winter (in Algund ist in den Wintermonaten der Sonnenuntergang gegen Mittag und beim Blumenthal (kommt von Tal in alter deutscher Schreibweise) erst gegen 16:00 Uhr) ist die Vegetation im Frühjahr immer voraus. Die Wiesen haben aus diesem Grund immer etwas früher und üppiger geblüht, deshalb "Blumenthal" (Blumental) und der Hof "Blumenthalerhof"

Blumenthalerhof | Haus | Preisliste 2012 | Hausgäste | Wandern | Zimmer | im Haus | Umgebung | Lageplan | Kontakt | Wetter Verkehr | Links | impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü